Volt und Watt statt PS unterm Hintern

Von Arend Am 4. November 2011

Mittlerweile gibt es nicht mehr nur E-Bikes und Elektroautos, die den Markt nach und nach erobern, sondern auch Elektromotorräder. Es ist jedoch nicht ganz leicht, die schweren Batterien im leichten Fahrzeug unterzubringen und eine angemessene Reichweite zu erzielen. Dennoch kommen die E-Motorräder bei Fans der Szene gut an, so z.B. im Bereich des Geländemotorradsports, wo die Fahrzeuge nun leicht über Übungs- und Sportgelände gelenkt werden können. Bei bisherigen Modellen mit Verbrennungsmotoren konnte man durch ihre starke Lautstärke bei hoher Leistung zwar theoretisch sehr schnell mit ihnen zum Aparthotel in München düsen, aber in der Praxis kaum, denn aufgrund von Lärmbelästigung darf man sie meist nicht überall nutzen. Elektrische Geländemotorräder erreichen Höchstgeschwindigkeiten von bis zu ca. 80 km/h und lassen sich einige Stunden fahren, bis ihre Batterien wieder aufgeladen werden müssen.

Neben Geländemotorrädern gibt es auch Straßenmotorräder als elektronische Variante, die teils Höchstgeschwindigkeiten von ca. 95 km/h erreichen und mit denen man ungefähr 100 km, manchmal aber auch schon 160 km weit fahren kann. Angetrieben werden die Fahrzeuge via Kurzschlußläufermotor. Eine gute und bekannte Straßenmaschine ist z.B. Zero, mit der man ca. 100 km weit fahren kann. Da die Maschine nur 100 kg wiegt, lässt sie sich leicht fahren, einfach handeln und bereitet vor allem viel Fahrspaß. Unser Kumpel Rollo ist so ein Teil auf einer Messe mal probegefahren, er meinte, man muss sich erst einmal daran gewöhnen, dass man nicht  zu kuppeln oder zu schalten braucht und die Maschine beim Anlassen nicht laut brummt. Ihm fehlt da was. Man hört höchstens das Laufgeräusch der Reifen auf der Straße oder das Vögelgezwitscher am Straßenrand. Kann somit noch die Fahrlaune entstehen, die man beim Fahren eines benzingesteuerten Motorrads spürt? Das kann einem wohl nur ein richtiger Biker beantworten, der vielleicht auch in 20 Jahren noch auf gängige Benziner zurückgreift – dem Sound und der Geschwindigkeit zuliebe.

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